Internationaler Orgelsommer Karlsruhe

Der Internationale Orgelsommer Karlsruhe – an fünf Sonntagen im Juli und August – ist seit Jahren ein Forum für herausragende Organisten aus aller Welt. Die beiden hervorragenden Orgeln der Stadtkirche ermöglichen eine stilistisch adäquate Umsetzung nahezu aller Stilbereiche.

"Das blaue Sofa"
Talk-Runde in der Ev. Stadtkirche 19.30-20.00 Uhr

Vor jedem Konzert gibt es im Rahmen der Talkrunde „Das blaue Sofa“ die Möglichkeit, mit der Künstlerin/dem Künstler des Abends ins Gespräch zu kommen und zugleich eine Einführung in das Konzertprogramm zu erhalten.

PROGRAMM 2018

 

Königin der Instrumente lädt zum Ohrenschmaus
– 5 Konzerte im Rahmen des Internationalen Orgelsommers Karlsruhe –

 

Der diesjährige Internationale Orgelsommer Karlsruhe fand vom 22. Juli bis 19. August 2018 zum 22. Mal in der Evangelischen Stadtkirche am Marktplatz statt. „Die sommerlichen Orgelkonzerte haben sich als beliebtes und überregional bekanntes Format etabliert.“, so der Initiator und künstlerische Leiter Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser, „Das Konzept wird durch die von Jahr zu Jahr wachsende Besucherzahl bestätigt: heißer Sommerabend, kühle Kirche und virtuose Orgelmusik von zart bis imposant.“ Fünf international renommierte Organistinnen und Organisten aus Dänemark, Polen, Tschechien und Deutschland konzertierten auf der französisch-barocken Rémy-Mahler-Orgel und der romantischen Steinmeyer-Orgel. Dank Videoübertragung auf Großleinwand hatte das Publikum die konzertierende Organistin/den konzertierenden Organisten bestens im Blick.

Sonntag, 22. Juli 2018, 20.30 Uhr


Inge Beck, Esbjerg

Werke von Bach, Zipoli, Gade, Matthison-Hansen, Rheinberger

 

Das Eröffnungskonzert gestaltete die dänische Organistin Inge Beck mit Werken von Johann Sebastian Bach (Fantasia und Fuge in c-moll/BWV 537, Canzona d-moll/BWV 588), Domenico Zipoli (Canzona), Josef Gabriel Rheinberger (Trio g-moll), Niels W. Gade (3 „Tone-pieces“/opus 22) und Hans Matthison-Hansen (Fantasia on the Danish tune: „Regina Dagmar“).

Inge Beck absolvierte ein Studium der Musikwissenschaft an der Universität von Århus/Dänemark. Danach studierte sie Kirchenmusik an der staatlichen Hochschule für Musik Århus – u. a. bei Anders Riber und Bent Frederiksen – und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien bei Michael Radulescu. Weitergehende Studien in Orgelkonzertliteratur absolvierte sie bei Prof. Hans Fagius und bei Bine Bryndorf am königlich-dänischen Musikkonservatorium in Kopenhagen. Inge Beck konzertiert europaweit, ist eine gefragte Korrepetitorin und Begleiterin zahlreicher Chöre und hat bereits zahlreiche CDs veröffentlicht.

 

PRESSESTIMMEN

BNN, Jens Wehn, 24.07.2018
BNN_Orgelsommer-1. Konzert 2018.pdf
PDF-Dokument [1.3 MB]

Sonntag, 29. Juli 2018, 20.30 Uhr

 
Bogdan Narloch, Koszalin

Werke von Bach, Bossi, Hollins, Borowski, Sawa

 

Bogdan Narloch studierte das Fach Orgel bei Prof. Leon Bator an der Musikakademie in Gdansk. Seit vielen Jahren ist er Organisator und künstlerischer Leiter des internationalen Orgelfestivals in Koszalin, welches das größte Orgelfestival in Polen ist. Bogdan Narloch ist Professor an der Akademie der Künste in Szczecin, wo er den Lehrstuhl für Kirchenmusik innehat. Seine rege Konzerttätigkeit umfasst Solo- und Kammermusik, sowie Konzerte mit Orchester. Bogdan Narloch hat mehrere CDs aufgenommen, auf denen er u.a. historische Orgeln und Orgelmusik aus Pommern präsentiert. Außer seiner künstlerischen Tätigkeit befasst er sich mit historischem Orgelbau und arbeitet mit dem Amt für Denkmalschutz zusammen.

Für sein Konzert im Rahmen des Internationalen Orgelsommers Karlsruhe hatte Bogdan Narloch Werke von Bach, Bossi, Hollins, Borowski und Sawa im Gepäck. An der Mahler-Orgel brachte Bogdan Narloch barocke Werke von Teofil Andreas Volckmar und Toccata & Fuge F-Dur/BWV 540 von Johann Sebastian Bach zu Gehör. Für das Scherzo op. 49 Nr. 2 von Enrico Bossi, Morceau de Concert von Alfred Hollins und Première Suite in E minor von Felix Borowski wechselte Bogdan Narloch an die Steinmeyer-Orgel. Den Konzertabschluss bildete das zeitegenössische Werk Sekwens von Marian Sawa. 

 

PRESSESTIMMEN

BNN, Elisa Reznicek, 31.07.2018
BNN_Orgelsommer-2. Konzert 2018.pdf
PDF-Dokument [210.3 KB]

Sonntag, 5. August 2018, 20.30 Uhr

 

Samuel Kummer, Dresden

Werke von Vivaldi, Frank, Kummer

 

Samuel Kummer ist ein international renommierter Konzertorganist und wurde mit zahlreichen Preisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Von 1998 bis 2005 war er Bezirkskantor an der Martinskirche Kirchheim unter Teck. 2005 wurde Samuel Kummer an die Frauenkirche Dresden berufen. Seit 2007 ist Samuel Kummer Lehrbeauftragter für Orgelimprovisation und Literaturspiel an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden. Eine Gesamteinspielung der Orgelwerke Louis Viernes nach dem Text der ersten deutschen Gesamtausgabe (Carus-Verlags) startete 2007 in der Frauenkirche mit Kummers Aufnahme der Symphonien Nr. 3 und 5. Sie wurde mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet.

Einer von Samuel Kummers künstlerischen Schwerpunkten ist die Orgelimprovisation, die auch sein erstes Werk im Karlsruher Konzertprogramm inspiriert haben dürfte: „Vater unser im Himmelreich“, 9 Versetten im Stil der Suite francaise. Danach erklang vom virtuosen Barockmeister Antonio Vivaldi das Concerto a-moll, gefolgt vom Choral Nr. 1 E-Dur von César Franck. Zum Abschluss interpretierte Samuel Kummer ein weiteres seiner Werke, die Fantasie „Christ lag in Todesbanden“.

Sonntag, 12. August 2018, 20.30 Uhr 


Christian-Markus Raiser

Werke von Bach, Kittel, Hesse, Hoyer, Karindi, Franck

 

Seit über 2 Jahrzehnten ist Christian-Markus Raiser Kantor und Organist an der Ev. Stadtkirche Karlsruhe, der Bischofskirche der Ev. Landeskirche in Baden sowie künstlerischer Leiter verschiedener dort angesiedelter Konzertreihen wie etwa dem Internationalen Orgelsommer Karlsruhe. Die Ev. Stadtkirche Karlsruhe entwickelte sich unter seiner Leitung zu einem überregional bekannten Zentrum der Kirchenmusik. Christian-Markus Raiser hat zahlreiche Werke namhafter Komponisten der Gegenwart wie Petr Eben, Ulrich Gasser, Kjell Habbestad, Felix Treiber, Boris Yoffe und Peter Schindler uraufgeführt. Er erweitert mit eigenen Kompositionen für verschiedene Besetzungen und projektbezogenen Kooperationen mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe, dem SWR, dem ZKM Karlsruhe und den Internationalen Händelfestspielen Karlsruhe den Rahmen seiner künstlerischen Tätigkeit.

Das Programm des „Hausherren“ startete mit „Dialogue sur les grands jeux“ von Nicolas de Grigny, gefolgt von Präludien von Johann Christian Kittel. Danach Bach Vater & Sohn: „Allein Gott in der Höh' sei Ehr“/BWV 662 und von Carl Philipp Emanuel Bach Präludio in D Wq 70/7. Den Variationen über ein Originalthema As-Dur von Adolph Friedrich Hesse folgte von Alfred Karindi die Fantasie e-moll op. 39. Christian-Markus Raiser beschloss sein Programm mit dem Choral a-moll von César Franck.

Sonntag, 19. August 2018, 20.30 Uhr 


Linda Sítková, Prag 

Werke von Bach, Eben, Widor, Wiedermann

 

Im Rahmen des fünften internationalen Orgelsommerkonzertes interpretiert die preisgekrönte tschechische Organistin Linda Sítková Werke von Bach, Widor, Wiedermann und Eben. Nach dem Abitur studierte sie Orgel am Prager Konservatorium und an der Akademie der musischen Künste in Prag jeweils in der Klasse von Prof. Jan Hora. Von 2005 bis 2009 studierte Linda Sítková an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Jon Laukvik im Fach „Künstlerische Ausbildung“ und daran anschließend den Studiengang „Solistenklasse“, den sie 2012 erfolgreich abschloss. Sie nahm an Meisterkursen bei E. Kooimann, L. Lohmann, M. Sander, H. Vogel, A. Rössler und T. Mechler teil. Linda Sítková konzertiert als Solistin, mit international renommierten Orchestern und dem philharmonischen Chor Prag auf. Linda Sítková ist Organistin an den Kirchen St. Prokop und St. Johannes in Prag.

Mit „O Mensch, bewein deine Sünde gross“/BWV 622 von Johann Sebastian Bach begann ihr Konzertprogramm in der Ev. Stadtkirche Karlsruhe. Von Charles-Maria Widor erklang im Anschluss die Symphony Nr. 6 op. 42, gefolgt von „Hlas přísný po temnostech zní“ des tschechischen Komponisten Bedřich Antonín Wiedermann. Zum gebührenden Abschluss des 22. Internationalen Orgelsommers Karlsruhe brachte Linda Sítková das Finale aus der „Sonntagsmusik“ von Petr Eben zu Gehör.

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