Internationaler Orgelsommer Karlsruhe

Der Internationale Orgelsommer Karlsruhe – an fünf Sonntagen im Juli und August – ist seit Jahren ein Forum für herausragende Organisten aus aller Welt. Die beiden hervorragenden Orgeln der Stadtkirche und die neue Lenter-Orgel in der Kleinen Kirche ermöglichen eine adäquate Umsetzung nahezu aller Stilbereiche.

„Das blaue Sofa“

19.30-20.00 Uhr: Talk-Runde in der Ev. Stadtkirche Karlsruhe

Vor jedem Konzert gibt es im Rahmen der Talkrunde „Das blaue Sofa“ die Möglichkeit, mit der Künstlerin/dem Künstler des Abends ins Gespräch zu kommen und zugleich eine Einführung in das Konzertprogramm zu erhalten.

PROGRAMM 2019

 

In diesem Jahr erklang neben den beiden Stadtkirchenorgeln, der französisch-barocken Rémy-Mahler-Orgel und der romantischen Steinmeyer-Orgel, auch die neue frühromantische Lenter-Orgel der Kleinen Kirche, welche im März 2019 mit einem großen Musikfest eingeweiht wurde. „Drei fantastische Instrumente – eine deutschlandweit einzigartige Orgelsituation!“, so der Initiator und künstlerische Leiter Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser.

Die sommerlichen Orgelkonzerte haben sich als beliebtes und überregional bekanntes Format etabliert. Das Konzept wird durch die von Jahr zu Jahr wachsende Besucherzahl bestätigt: heißer Sommerabend, kühle Kirche und virtuose Orgelmusik von zart bis imposant. Fünf international renommierte Organisten aus Ungarn, Polen, den USA und Deutschland konzertierten ab dem 14. Juli 2019 jeweils sonntags um 20.30 Uhr zunächst in der Kleinen Kirche und anschließend in der Ev. Stadtkirche, welche zwei Gehminuten voneinander entfernt liegen. 

 

NEU: Konzertbeginn um 20.30 Uhr in der Kleinen Kirche Karlsruhe, Kaiserstr. 131 – Talk-Runde um 19.30 Uhr und zweiter Konzertteil in der Ev. Stadtkirche Karlsruhe am Marktplatz

 

Mit Videoübertragung auf Großbildleinwand!

Sonntag, 14. Juli 2019, 20.30 Uhr

Kleine Kirche Karlsruhe / Ev. Stadtkirche Karlsruhe


TAMÁS BÓDISS, Budapest

 

Werke von Frescobaldi, Sweelinck, Zwart, Gárdonyi, Vierne

 

Das Eröffnungskonzert gestaltete der ungarische Organist Tamás Bódiss unter anderem mit Werken von Wilhelm Friedemann Bach (Zwei Fugen in D/d; Polonaise in D), Louis Vierne (Prélude, Madrigal und Divertissement aus „24 Pieces en style libre“), Giacomo Frescobaldi (Canzon Quarta), Jan Zwart (Psalm 84), Liszt Ferenc (Funerailles) und Gárdonyi Zoltán (Sonata Secunda, Intermezzo - Allegro animato).

Die Forschungsinteressen von Tamás Bódiss umfassen die Geschichte der Kirchenmusik, Hymnologie und protestantische Orgelliteratur. Er ist als Organist, Chorleiter und Veranstalter kirchenmusikalischer Symposien in Budapest tätig, leitet die kirchenmusikalische Abteilung der Reformierten Kirche in Ungarn und ist Dozent an der Budapester Musikakademie. Tamás Bódiss ist seit 2006 kirchenmusikalischer Leiter an der Calvin-Kirche in Budapest, 2010 wurde er zum Musikdirektor ernannt. Seine musikalische und pädagogische Tätigkeit wird durch das Herausgeben von kirchenmusikalischen Ausgaben für Chor und Orgel sowie Fachliteratur ergänzt.

 

Moderation Talk-Runde "Das blaue Sofa": Lucius Kratzert

Detaillierter Programmablauf
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Sonntag, 21. Juli 2019, 20.30 Uhr 
Kleine Kirche Karlsruhe / Ev. Stadtkirche Karlsruhe


ROMAN PERUCKI, Danzig


Werke von Couperin, Bach, Gronau, Nowowiejski, Kruczek

 

Aktuell ist Roman Perucki Professor an der Danziger Musikakademie. Außerdem leitet er Meisterkurse in Polen, Russland, Portugal, Japan und Australien. Roman Perucki ist erster Domorganist an der Kathedrale zu Oliva und Generaldirektor der Baltischen Philharmonie in Danzig sowie Präsident der Pommerschen Vereinigung „Musica Sacra” und der Gesellschaft der Freunde der Archikathedrale in Danzig-Oliwa. Zahlreiche Konzertreisen führten ihn mehrfach in alle Länder Europas wie auch in die USA, Japan, China, Australien und Südamerika. Roman Perucki leitet den Internationalen J.P. Sweelinck-Orgelwettbewerb in Danzig und hat bei zahlreichen Aufnahmen mitgewirkt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem die höchste Ehrung des Vatikans „Pro Ecclesiae et pontifice“, verliehen durch Papst Johann Paul II und der Orden des. Hl. Silvester, zugestanden von Papst Benedict XVI.

Für sein Konzert im Rahmen des Internationalen Orgelsommers Karlsruhe hatte Roman Perucki Werke von Couperin, Bach, Gronau und Nowowiejski im Gepäck. Die Partita „Ich hab mein Sach Gott heimgestellt“ von Daniel Magnus Gronau bildete seinen Karlsruher Konzertauftakt. Weiter ging es mit der Messe pour les Convents de Religieux des französischen Barockkomponisten François Couperin. Auf VII Symphony  Disputa  op. 45 nr. 7 von Feliks Nowowiejski folgte von dem 1952 geborenen Zbigniew Kruczek Preludium & Fuga BACH, March

 

Moderation Talk-Runde "Das blaue Sofa": KMD Chistian-Markus Raiser

Detaillierter Programmablauf
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Sonntag, 28. Juli 2019, 20.30 Uhr
Kleine Kirche Karlsruhe / Ev. Stadtkirche Karlsruhe


DAVID ENLOW, New York


Werke von Bach, Mozart, Franck, Karg-Elert

 

David Enlow, bejubelt für seine "immense Virtuosität" (Stuttgarter Zeitung), seine "fesselnde Darbietung" (The American Organist) und sein “packendes und dennoch gefühlvolles" Spiel (Organ Canada), konzertiert regelmäßig in ganz Nordamerika und Europa. David Enlow ist Organist und Chorleiter der Church of the Resurrection in New York, wo er mit seinem Chor pro Jahr mehr als 50 Messaufführungen leitet, viele davon mit Orchester, und wöchentliche Evensongs gestaltet. Er unterrichtet an der renommierten New Yorker Juilliard School und ist dort für den Bereich gottesdienstliches Orgelspiel verantwortlich. David Enlow studierte bei Paul Jacobs und John Weaver an der New Yorker Juilliard School und erhielt dort einen Bachelor-Abschluss und ein Master-Diplom. Zuvor studierte er am Curtis Institute of Music in Philadelphia und bei John Tuttle in Toronto. Außerdem ist er erster Preisträger mehrerer nationaler Orgelwettbewerbe in den USA, u. a. des Arthur-Poister-Wettbewerbs und des Albert-Schweitzer-Orgelfestivals.

Sinfonia, Cantata 29, Wir danken dir Gott von Johann Sebastian Bach hat David Enlow für Orgel arrangiert und als Konzertauftakt ausgewählt. Nach Harmonies du Soir von Sigfrid Karg-Ehlert erklangen Elfes von Joseph Bonnet sowie Adagio & Allegro, KV 594 von Wolfgang Amadeus Mozart. Von dem international geschätzten Musiker und Komponist Jan Pieterszoon Sweelinck, der maßgeblichen Einfluss auf die Norddeutsche Orgelschule ausübte, brachte Enlow die dorische Echo Fantasia zu Gehör. Nach Präludium & Fuge A-Dur, BWV 536 von Johann Sebastian Bach stand von César Franck Choral No. 3 a-Moll sowie eine abschließende Improvisation: Präludium & Fuge auf dem Programm. David Enlows neue vielbeachtete Aufnahme der großen Orgelwerke von César Franck mit dem Titel „Pater Seraphicus“, bei Pro-Organo-Label erschienen, erhielt von der Presse großes Lob - besonders von der französischen.  

 

Moderation Talk-Runde "Das blaue Sofa": KMD Chistian-Markus Raiser

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Sonntag, 4. August 2019, 20.30 Uhr 
Kleine Kirche Karlsruhe / Ev. Stadtkirche Karlsruhe


CHRISTIAN-MARKUS RAISER

 

Werke von Bach, Rinck, Brahms, Alain, Mulet

 

Seit über zwei Jahrzehnten ist Christian-Markus Raiser Kantor und Organist an der Ev. Stadtkirche Karlsruhe – der Bischofskirche der Ev. Landeskirche in Baden – sowie künstlerischer Leiter verschiedener dort angesiedelter Ensembles und Konzertreihen wie beispielsweise dem Internationalen Orgelsommer Karlsruhe. Die Ev. Stadtkirche Karlsruhe entwickelte sich unter seiner Leitung zu einem überregional bekannten Zentrum der Kirchenmusik. Christian-Markus Raiser hat zahlreiche Werke namhafter Komponisten der Gegenwart wie Petr Eben, Ulrich Gasser, Kjell Habbestad, Felix Treiber, Boris Yoffe und Peter Schindler uraufgeführt. Er erweitert mit eigenen Kompositionen für verschiedene Besetzungen und projektbezogenen Kooperationen mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe, dem SWR, dem ZKM Karlsruhe und den Internationalen Händelfestspielen Karlsruhe den Rahmen seiner künstlerischen Tätigkeit.

Das Programm des „Hausherren“ begann mit einem barocken Flötenkonzert von Johann Christian Heinrich Rinck, gefolgt von der Fuge as-Moll von Johannes Brahms. Danach von Jehan Alain 2 Fantasien, im Anschluss erklang die Eigenkomposition „… und nähme ich Flügel der Morgenröte“, Paraphrase über Psalm 139. Nach der virtuosen Fanfare von Henri Mulet beschloss Christian-Markus Raiser sein Programm mit der großen Passacaglia c-Moll von Johann Sebastian Bach, die zu dessen bedeutendsten Orgelwerken gehört. 

 

Moderation Talk-Runde "Das blaue Sofa": Dr. Susanne Asche, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Karlsruhe

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Sonntag, 11. August 2019, 20.30 Uhr 
Kleine Kirche Karlsruhe / Ev. Stadtkirche Karlsruhe


KLAUS GEITNER, München


Werke von Eckelt, Schneider, Bossi, Willscher, Cooman

 

Seit 1983 wirkt Klaus Geitner an der Himmelfahrtskirche München-Sendling. 2007 wurde er zum Dekanatskantor für München-Süd berufen, zwei Jahre darauf folgte die Ernennung zum Kirchenmusikdirektor. 1990 gründete er das Ensemble „Il concerto piccolo“, das sich auf die Aufführungspraxis des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisiert hat. Rundfunk- und Plattenaufnahmen sowie Konzerte im In- und Ausland ergänzen seine künstlerische Tätigkeit. Klaus Geitner ist darüber hinaus zertifizierter Orgelsachverständiger und wurde 2015 vom Landeskirchenrat zum amtlichen Orgelsachverständigen der Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern ernannt. 

Mit einer Entrada von Marco Enrico Bossi begann sein Konzertprogramm, Voluntary g-Moll von Thomas Mee Pattison und Präludium & Fuge g-Moll von Johann Schneider folgten. Von Anonimi Toscani erklang im Anschluss Toccata & Fuge D-Dur, gefolgt von Concerto G-Dur des Organisten und Komponisten Christoph Wolfgang Druckenmüller. An die Ciacona C-Dur von Johann Valentin Eckelt schloss sich ein zeitgenössisches Werk aus dem Jahre 2017 von Carson Cooman an: Meditation, aus „Triology on B-A-C-H“. Aus dem Jahre 2002 stammen die Chansons für eine Kathedrale von Andreas Willscher, über das norwegische Volkslied „Å hvor salig det skal blive“ erklangen Variationen von Bjarne Sløgedal. Zum gebührenden Abschluss des 23. Internationalen Orgelsommers Karlsruhe brachte Klaus Geitner Grand Chœur D-Dur von Wallace Arthur Sabin zu Gehör.

 

Moderation Talk-Runde "Das blaue Sofa": Martin Kares, Leiter des Glocken- und Orgelprüfungsamtes im Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe

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